Die katholische Stadtpfarrkirche St. Andreas

Kirchplatz

Die katholische Stadtpfarrkirche St. Andreas

Die ältesten Bauteile gehen auf die Zeit unmittelbar nach der Stadtgründung zurück, doch wurde ab etwa 1370 das Gotteshaus in eine lichte, gotische Hallenkirche umgestaltet. Dieser Umbau, der den romanisch-frühgotischen Westturm nicht erfaßte, war um 1520 abgeschlossen. Im Jahr 1585 ließ Fürstbischof Julius Echter den Turm um ein weiteres Geschoß erhöhen und mit dem nach ihm benannten Turmhelm abschließen.

Auf dem freien Platz nördlich der Kirche befand sich ursprünglich der Friedhof. Durch die dreiseitig offene Vorhalle unter dem Turm, dem so genannten "Paradies", gelangt man zum romanischen Hauptportal, neben dem rechts in einem Rundbogen das Relief eines Pilgers aus dem 13. Jahrhundert eingemauert ist.

Das Kircheninnere birgt eine Reihe bedeutender Kunstschätze aus allen Jahrhunderten der Stadtgeschichte, so etwa die hervorragende Sandstein Großplastik des Erlöser-Christus im Chorraum (ca. 1380), die hochgotischen Epitaphien der Voite von Rieneck an den Bögen vom Chor zur Rienecker-Kapelle (1467-77), die Skulptur des hl. Nikolaus von Tilmann Riemenschneider (1512), die Sandstein- kanzel aus dem Umfeld Riemenschneiders sowie zahlreiche, z.T. erst jüngst wieder freigelegte Wandmalereien aus verschiedenen Epochen.

Das wohl älteste Kunstwerk der Stadt, eine romanische Totenleuchte aus dem alten Kirchhof hat nun seinen Platz im nördlichen Querschiff gefunden.


© Stadt Karlstadt